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Akten des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR Blog / Filme
Die „Lange Kontraste-Nacht“ zum Jubiläum der Öffnung der Stasi-Akten

Vor 20 Jahren, am 2. Januar 1992, fand in Berlin eine besondere Premiere statt: Erstmals erhielten ehemalige Bürger der DDR die Möglichkeit, in ihren Stasi-Akten zu lesen. Über Hunderttausend hatten bereits entsprechende Anträge gestellt, eine Handvoll bekannter Oppositioneller machte jetzt den Anfang. Es war ein Moment von historischer Bedeutung - nie zuvor waren die Unterlagen einer Geheimpolizei den Opfern und der Öffentlichkeit unter rechtsstaatlichen Bedingungen zugänglich gemacht worden. Exklusiv dabei: Ein Team des ARD-Politikmagazins „Kontraste“. Bürgerrechtler wie Bärbel Bohley, Ulrike Poppe oder Lutz Rathenow gewährten den Journalisten Einblicke in ihre Akten und beschrieben ihre Gefühle und Erkenntnisse vor der Kamera. Die Redaktion widmete der Öffnung der Stasi-Unterlagen einen fast 20-minütigen Beitrag.

Immer wieder sahen die Zuschauer zuerst in Kontraste, wie der Staatssicherheitsdienst der DDR die eigene Bevölkerung überwachte und unterdrückte. Das Magazin zeigte die ersten Bilder aus dem Inneren der Stasi-Archive, das erste ausführliche Interview mit einer Inoffiziellen Mitarbeiterin oder die Enttarnung von Stasi-Offizieren vor laufender Kamera. Kontraste deckte auf, wie sich Täter als Polizisten, Anwälte oder Ärzte im neuen System einrichteten, während ihre Opfer noch immer unter der Verfolgung litten. Und die Redaktion blieb mit investigativen Recherchen bis heute dran am Thema - mit Beiträgen zu vertuschten Stasi-Verstrickungen von Beamten und Politikern, zu Problemen von Aufarbeitung und Gedenken, zu mangelndem Wissen junger Menschen oder zum Drängen auf den „Schlussstrich“.

Anlässlich des Jubiläums sendet das RBB Fernsehen in der Nacht vom 13. auf den 14. Januar 2012 eine „Lange Kontraste-Nacht“. Fünf Stunden Zeitgeschichte in 33 Beiträgen zur Stasi und ihrem Erbe, zusammengestellt von Jan Jansen.


Update 06.02.12: Hier eine Liste der Beiträge inklusive ihrem ursprünglichen Sendedatum.

Jan Jansen im World Wide Web






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